Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau Wuppertalbrücke

Rückbau der Fahrbahnplatte, der Stahlkonstrution und der Brückenpfeiler

Die Bundesautobahn A1 wird im Großraum Wuppertal ausgebaut. Im Zuge dieses 6-streifigen Ausbaus wurde der Rückbau der Wupper-Talbrücke erforderlich.

Das eigentliche Rückbaukonzept sieht vorab den Ausbau aller Bauwerkssteile wie z. B. Fahrbahnbelag, Bordsteine, Schutzplanken, Fahrbahnübergänge, Entwässerung sukzessive die Geländer, Beleuchtung Steigleitern etc. vor.

Gleichzeitig hierzu erfolgt der Einbau von zusätzlichen Aussteifungen im Hohlkasten. Der Einbau der Aussteifungen muss abgeschlossen sein, bevor mit der Demontage der Verbundfahrbahnplatte begonnen wird.

Anschließend wird die Verbundplatte einschließlich Kappen in transportable Teile zersägt, ausgebaut (unmittelbar nach Demontage eines Fahrbahnplattenstreifens werden zur Aussteifung weitere Querstäbe und K-Verbände eingebaut) und mit einem Transport- und Demontagegerät (Sonderkonstruktion) über den Stahlhohlkasten zu den Widerlagerseiten transportiert. Von hieraus werden die Betonteile nach Zerkleinerung abgefahren.

Nachdem die Stahlbetonplatte zerlegt und abgefahren wurde, wird der Stahlüberbau feldweise durchtrennt und  mit Litzenhebern abgelassen, ggf. auf Hilfsunterstützungen aufgelegt, anschließend zerlegt und abgefahren. Für die Litzenheber werden gesondert gegründete Hubstützen links und rechts des Überbaus beidseitig am durchtrennten Feld notwendig. Im Feld 1 (Seite Köln) kommen ausschließlich Krane zum Einsatz.

Als letztes werden die Stützen abgebrochen wobei die Stützen in Achse 2, 3, 4 horizontal durchtrennt werden und stückweise mit dem Kran abgetragen werden. Dies geschieht aus Gründen des Landschafts- und Gewässerschutzes. (Wupper und Regenrückhalteanlage)

Für den Rückbau sind umfangreiche Verkehrsicherungsmaßnahmen durchzuführen, Umweltschutz- und Gewässerschutzauflagen, Arbeitsschutzbestimmungen einzuhalten sowie eine Vielzahl von Versorgungsleitungen zu berücksichtigen.

 

Der Bauablauf in groben Schritten

1. Baustelle einrichten

  • Neben der Einrichtung von Baustellenunterkünften werden Baustraßen zu den Brückenpfeilern und Lagerplätze für die Aufbereitung des Rückbaumateriales hergestellt.

2. Rückbau der Fahrbahnplatte

  • Als erstes werden der Asphaltbelag und die Leitplanken auf der Brücke zurückgebaut.
  • In Vorbereitung der des Rückbaues der Fahrbahnplatte welche aus Spannbeton besteht werden fahrbare Rüstungen unter der Brücke und Transportgeräte (Hilfskrane welche speziell für diesen Einsatz konzipiert wurden) auf der Brücke montiert.
  • Die Fahrbahnplatte wird jetzt mittels Betonsägen in Segmente von ca. 6 Tonnen getrennt und mit den Hilfskranen ausgehoben. Das anfallende Sägewasser wird unter Zuhilfenahme der Rüstung und darauf integrierter Vorrichtungen aufgefangen.
  • Die Abbruchmassen werden recycelt und einer Wiederverwendung zugeführt.

3. Demontage Stahlbau

  • Der Rückbau erfolgt Feldweise vom Widerlager Kamen beginnend.
  • Das Absenken wird mit Litzenhebern ausgeführt. Dazu werden Schwerlaststützen mit einer Tragfähigkeit von jeweils 180 Tonnen auf vorbereitete Fundamente gestellt.
  • Die Stützen nehmen eine Hilfskonstruktion für die Litzenheber und die Litzenheber auf.
  • Nach erfolgter Absenkung werden die Litzenheber und die Schwerlaststützen zum nächsten Feld umgesetzt.
  • Das abgelassene Feld wird verschrottet und über einen Schrotthändler der Verwertung zugeführt.

4. Abbruch Brückenpfeiler

  • Pfeiler 1, 5 und 6 werden mit Kettenbagger und angebautem Hydraulikhammer abgebrochen.
  • Die Pfeiler 2, 3 und 4 müssen zum Schutz von erdverlegten Glasfaserkabeln bzw. dem Regenwasserrückhaltebecken mittels Seilsäge in Segmente von ca. 20 Tonnen getrennt werden. Anschließend werden diese Teile ausgekrant.
  • Der anfallende Bauschutt wird recycelt und einer Wiederverwendung zugeführt.

5. Besonderheiten

  • Zur Gewährleistung der Sicherheit dürfen sich unterhalb der auszuführenden Arbeiten keine Personen, Fahrzeuge oder sonstige Gerätschaften befinden. Somit kommt es zwangsläufig zu Straßensperrungen welche sich dem Baufortschritt anpassen und somit ständig wechseln.
  • Zur Minimierung von Umleitungen wird eine Gleisüberfahrt mit Schrankenanlage im Bereich von Vorwerk hergestellt.

 

Daten und Fakten

Auftraggeber:
Bundesrepublik Deutschland
Auftragsvolumen:
4,00 Mio. EUR
Ausführungszeit:
2008 – 2009
Leistungen:
Ingenieur-Rückbau

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