Schlackenbachbrücke Alsleben

Schlackenbachbrücke Alsleben

Neubau der Schlackenbachbrücke Alsleben

Ersatzneubau mit Geh-/Radweg und Fahrbahneinbindung

Zur Wiederherstellung der Standsicherheit bzw. Tragfähigkeit sowie der Verkehrssicherheit war ein Ersatzneubau der vorhandenen Brücke in der Ortslage Alsleben im Zuge der L 153, an der Einmündung der K 2111, zu leisten.

Seitens der Straßenbauverwaltung war eine möglichst einfache Bauweise als Plattenbrücke aus Stahlbeton mit den hydraulisch erforderlichen Öffnungsmaßen angestrebt. Wegen der unmittelbaren Nähe zur Saale und dem daraus resultierenden Wasserzulauf, war eine bauzeitliche Baugruben-Umspundung erforderlich. Für die Herstellung der beiden Pfahlkopfbalken und Widerlagerwände wurden zusätzliche Aufwendungen für einen bauzeitlichen Spundwandverbau zur Herstellung in einer trockenen Baugrube je Widerlagerseite erforderlich. Die bauzeitliche Gewässerführung des Schlackenbach erfolgte dabei problemlos zwischen den bauzeitlichen Spundwänden, welche nach Herstellung der Widerlager zur Vermeidung von Auflockerungen nicht gezogen, sondern unter der Gewässersohle abgetrennt wurden. In Abhängigkeit von der Lage des Pfahlkopfbalkens und der jahreszeitlich bedingten Wasserstände waren für die Herstellung des Bauwerkes wasserhaltende Maßnahmen erforderlich. Das vorhandene Brückenbauwerk aus dem Jahr 1930, einfeldrige Plattenbalkenbrücke  mit einer aus 2005 aufgebrachten Verstärkungsplatte aus 20,00 cm Stahlbeton,  wurde zuvor vollständig abgebrochen. Über den Bauwerksbereich hinaus, für die sich anschließenden Strecken neben den Arbeiten im Bereich der erforderlichen Baugruben, waren weitere Straßenausbauarbeiten vorgesehen. Bauzeitlich war für die L 153 in diesem Bereich eine Vollsperrung erforderlich.

Die Brücke ist als offener Rahmen ohne Überschüttung und in Ortbetonbauweise mit in Bauwerksachse gemessener Stützweite von 6,574 m ausgeführt, wobei sich rechtwinklig zur Gewässerachse eine lichte Weite von 5,00 m ergibt. Die schiefwinklige Fahrbahnplatte mit einer Mindestdicke von 0,50 m ist als beidseitig eingespannte Stahlbetonvollplatte Teil des Rahmens und ist mit einem Fahrbahnaufbau nach RiZ Dicht 3 ausgeführt.

Der Straßenbau der L 153 beschränkte sich auf den grundhaften Fahrbahnaufbau der Neubaustrecken im Baugrubenbereich des abzubrechenden und neu zu errichtenden Bauwerkes bzw. die erforderliche Anpassung an den vorhandenen Straßenbestand mit einer Gesamtstrecke von ca. 55,00 m Länge. Darüber hinaus erfolgte der Ausbau des rechtseitigen gemeinsamen Geh-/Radweges mit einer Breite von 2,50 m (einschl. Horchbord und Gosse) auf weiteren 33,00 m bis zum Anschluss an den vorhandenen Uferweg.

Nach Beendigung der Ingenieurbauarbeiten erfolgte eine Andeckung mit Oberboden und Rasenansaat.

Daten und Fakten

Auftraggeber:
Landesstraßenbaubehörde Sachsen- Anhalt, RB West
Auftragsvolumen:
ca. 420 T. EUR
Ausführungszeit:
2014
Leistungen:
Ingenieurbau
Straßenbau
Erdbauarbeiten
Landschaftsbau

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